Ghana - Nigeria
0 - 1
23.01.06 , Anstoß 17:15 , Port Said Stadium, Port Said
Afrika-Cup 2006
Um 7h ging der Wecker. Bis auf den Kollegen Gechinger und NB-Frank waren nach wenigen Minuten auch alle
abfahrbereit. Die beiden hatten offenbar bis 5h30 durchgesoffen und mussten ordentlich gerüttelt
werden bis auch sie aus den Federn kamen. Rein ins Taxi und ab zum Busbahnhof. Der 8h-Bus nach Port Said
war dann auch mehr oder weniger in deutscher Hand. Neben diversen Herren der Vereine Borussia Dortmund, HSV,
Eintracht Braunschweig, 1.FC Kaiserlautern und Hansa Rostock war unter anderem auch Dauer-Tramper und Guiness-Buch Rekordhalter
Stefan Schlei an Bord. Die 4-stündige Fahrt vertrieb man weitestgehend damit sich mit Tim aus Portsmouth über alles mögliche
zu unterhalten und über einen unterklassigen Verein aus Niedersachsen lustig zu machen (gell, Herr Linke?)
Vor Ort wieder das gleiche Spielchen, ab ins Taxi und zu nem Hotel. Ca. 3 Euro pro Person war ganz in Ordnung und auch die
sanitären Anlagen inkl. Dusche waren in Ordnung. Noch ne Stunde aufs Bett gehauen und auf Kordel gewartet, der auch wenig
später aus Kairo eintraf. Gemeinsam dann einmal an der Promenade entlang spaziert und ne Pizzeria aufgesucht. Genau die gleiche
Idee hatten offenbar ein paar andere deutsche Herren und so fanden sich fast alle wieder ein.
Da man das Flutlicht schon sehen konnte entschied man sich zu Fuß das Stadion anzusteuern. Die Strecke war dann doch länger
als gedacht und so erreichte man die Spielstätte erst 10 Minuten vor Anstoß. Keine Kassenhäuschen zu sehen und keiner hatte
nen Plan wo es denn noch welche geben würde. Just in dem Moment begann eine größere Gruppe Schwarzafrikaner damit das Stadion
zu stürmen. Man schloss sich dieser Gruppe an und war dann doch noch pünktlich im Ground. Die Gegengerade sowie eine Hintertorseite
war sehr gut gefüllt. Zu uns gesellten sich dann nach und nach die Leute aus Zimbabwe und begannen zu trommeln. Leicht isoliert
in der anderen Hintertorkurve waren die etwa 300 Sups aus Nigeria, welche konsequent 90 Minuten durchtrompeteten. Respekt.
Nervig wars trotzdem. Auch diese Partie sah lange nach einem torlosen Remis aus bis die Nigerianer doch noch scorten.
Die anderen blieben dann noch zur 2. Partie des Tages, ich nahm mir aufgrund wieder aufgetretenen Fiebers nen Taxi zur Pharmacie und
zurück zum Hotel. Anderen morgen richtig ausgepennt teilte sich dann die Gruppe. Ein Teil fuhr wieder zurück nach Kairo, NB-Frank und
der Gechinger wollten auf den Moses-Berg, die beiden Herren der Generation Luzifer sowie Marco und ich entschieden uns etwas
zu relaxen. So ging es zunächst für 4 Pfund per Bus nach Ismailia. Naja, was man so Bus nennen kann. Eine Tür musste zugehalten
werden, die anderen war mit Schnüren zugebunden. In Deutschland würde so eine Kiste wohl nach 500m aus dem Verkehr gezogen werden.
In Ismailia angekommen galt es die Weiterfahrt zu organisieren. Unter lautem Geschreie verschiedener Busanbieter schaffte man es
dann sich Tickets für 44 Pfund nach Dahab zun ergattern. Dieser Bus befand sich in gleichem Zustand wie der erste vom heutigen
Tage. Anscheinend waren hier noch nicht sooft Touristen an Bord, denn von nun an war man die Attraktion. Nach 7 Stunden Fahrt
und 2 kurzen Pinkelpausen erreichte man endlich Dahab und liess sich per Taxi zum gewünschten Hotel bringen. Dort angekommen
merkte man sofort dass man alles richtig gemacht hatte. Fernab vom Massentourismus ist Dahab, das Goa Afrikas, ein richtiges
El Dorado für Aussteiger, Querdenker und Globetrotter. Den Rest des Abends sowie den ganzen nächsten Tag liess man sich unter
Palmen am Golf von Accaba nieder und liess sich Wasserpfeiffen, Bier und leckere Speisen ranbringen.
Am Donnerstag dann per Minibus dann nach Sharm el Sheikh und via Nürnberg zurück ins verschneite Paderborn.









